Konstrukt und Synthese am Archetyp

Mythologie als strukturrierendes Element

Nicht die Menschen denken in Mythen, sondern die Mythen denken sich in den Menschen ohne deren Wissen.

Strukturen organisieren formal und inhaltsleer die Wirklichkeit. Sie sind gegenüber den einzelnen und konkreten Subjekten unabhängig. Diese Strukturen sind wesentlich durch die Konventionen unseres Zugriffs auf die Welt geprägt. Sie erklären, wie sich Objekte formieren und wandeln.

Anzunehmen ist, dass Wissen nicht nur durch das Ansammeln von Informationen erworben wird, sondern das vielmehr inhaltsleere aber formal bestimmte Strukuren mit ihren Attraktoren, bei entsprechender Stimulation, Inhalte eines Ereignisfeldes automatisch aktivieren.

Dies sind dann die spezifischen Inhalte welche auch als Archetypen beschrieben wurden, und die Inhalte welche wir auch beim Aktivieren des Tierkarma (Atavismus) auslösen.

Mythologie und Speicher ohne Gedächniss

Bedeutung existiert in den tradierten Formen als Mythologie. Mythologie ist der Speicher für Informationen kulturübergreifender Konvention (Märchen, Fabeln, Glaubenssysteme, etc). Das Tierkarma (Atavismus) existiert als komplexe fraktale Struktur, welche Entwicklungen, Verhaltensweisen, psychische und auch physische Zustände determiniert (provoziert, diktiert).